Der "Katastrophenbobby" diente dazu, Bänder zu retten, die beim Arbeiten ab dem Kern rutschten und wieder aufgewickelt werden mussten. Hier ein Exemplar von Radio DRS, welches dem Verein freundlicherweise von Ruedi Müller zur Verfügung gestellt wurde.
Re-Design Katastrophenbobby


Diese Konstruktion hat aber den Nachteil, dass der kleinstmögliche Durchmesser nicht viel kleiner als der eines regulären Bobbies ist.

Nun hatten wir aber bei einem Bestand das Problem, dass durch zu wenig straff gewickelte Bänder und schlechte Lagerung einige wertvolle Originale so aussahen: Kern und innerster Teil des Kuchens sind herausgedrückt und "passen" nicht mehr in den Kuchen.
Hier muss man den herausgedrückten inneren Teil des Kuchens vorsichtig neu einpassen – und dadurch wird der Durchmesser zu klein für einen konventionellen Katastrophenbobby.
Zusammen mit dem Industriedesigner Sebastian Aellig hat Steff Bossert auf der Basis einer Dreizack-Aufnahme einen neuen Katastrophenbobby entwickelt, mit dem ein viel kleinerer Durchmesser möglich wird. Alle Metallteile sind aus Alu oder Messing, die obere Abdeckung der Spule im 3D-Druck hergestellt.
Hier der Vergleich alte und neue Konstruktion:


Und hier ein paar Bilder der Tests mit einem "Worst-case-Band". Ein paar Anpassungen sind noch nötig, aber das Prinzip funktioniert einwandfrei.
Das Umspulen funktioniert mit einer Telefunken M15a sehr gut, da sie über eine stufenlose Geschwindigkeitsregelung beim Spulen verfügt, die man sehr fein einstellen kann – denn trotz Katastrophenbobby ist sehr vorsichtiges Arbeiten nötig. Bei Interesse stellen wir die Konstruktionszeichnungen gerne unentgeltlich zur Verfügung.
Steff Bossert, Präsident Tonbandjagd
